IG-Treffen in St. Pölten am 03. Oktober 2021
Kühle Außentemperaturen mit nur 10 Grad und trübes Herbstwetter mit hartnäckigem Hochnebel bei leichtem Wind mit ca 5 - 7 km/h
konnten an diesem Tag nur zwei Teilnehmer (mit Flugboot, Schlepper und Bergeboot) zu einem Besuch am See motivieren.
Wegen akutem Personalmangel waren diesmal leider keine Flugaufnahmen möglich.
Ein als Zuseher anwesender Modellfliegerkollege aus Wien hat Startversuche und Flüge der "Shin Meiwa" gefilmt und stellt die Aufnahme
auf seinem YouTube-Kanal zur Verfügung - herzlichen Dank an dieser Stelle dafür!
Hier das verlinkte Video:
Warum verhält sich das im Video gezeigte Modell so kritisch beim Start? - Hier ein Erklärungsversuch:
Das vorbildähnliche, aber stark vereinfachte Flugboot hat eine Spannweite von 1700 mm und wurde 2009 in extrem leichter Depronbauweise erstellt. Somit liegt der Rumpf nicht satt und schwer im Wasser, sondern taucht kaum ein und schwimmt eher auf der Wasseroberfläche. Dadurch ist das Modell recht windanfällig, schon kleinste Wellen oder Windböen können eine ungewollte Kursänderung beim Startlauf bewirken, was durch die große Rumpfseitenfläche noch unterstützt wird.
Das Moment der vier rechtsdrehenden Propeller (linksdrehende in passender Größe gab leider nicht) verursacht von Haus aus, daß das Modell beim Start nach links ausbrechen möchte. Bei Windstille und glatter Wasseroberfläche läßt sich diese Tendenz gut mit Gegenseitenruder kompensieren - leider gab es solche Idealbedingungen an jenem Tag gerade nicht.
Beim Anwassern (siehe Video) kann es durchaus passieren, dass nach dem Aufsetzen eine Windböe das leichte Modell erneut in die Luft befördert und man eine zweite oder gar dritte Landung dranhängen muß.
Dennoch macht es Spaß, ein selbst geplantes und selbst gebautes Wasserflugmodell zu fliegen, man wächst mit den Herausforderungen und lernt ständig dazu...